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Rennrad Touren - Faszination auf der Überhohlspur

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Rennrad Touren und Strecken

Das Rennradfahren hat seine ganz eigene Faszination. Was es von anderen Arten der radelnden Fortbewegung unterscheidet? Der Rausch der Geschwindigkeit ist nirgendwo grösser als bei einer Pässeabfahrt mit dem Rennrad. Da werden locker Geschwindigkeiten von 80-90 km/h erreicht. Alles sieht leicht aus, Rennräder wirken grazil, sind auf Leichtigkeit und Tempo hin konstruiert, wir fliegen auf seidigen Reifen über den Asphalt. Ziel ist es, Körper, Rennrad und Geist aufeinander abzustimmen. Forderung, aber nicht Überforderung. Wenn wir mit harmonisch kreisendem Tritt dahinfliegen, verschmelzen innen und aussen und wir können eins werden mit der Landschaft.

Das intensivste Erlebnis, so berichten viele Rennradfahrer, ist das Überwinden von Pässen. In der Bergkulisse gleitet das Leben wie in Zeitlupe vorüber, wir schmecken, riechen und fühlen die Natur noch intensiver als dies ohnehin beim Radfahren schon der Fall ist. Körper und Geist werden unter Hochleistung noch sensitiver und saugen jede kleinste Wahrnehmung auf, vom Käfer, der über die Strasse kriecht, über den vorbeitanzenden Schmetterling bis zum Wiegen der Bäume im Wind.

Auf Reisen in unbekannte Gegenden werden solche Erlebnisse noch um den Faktor Abenteuer und Entdecken angereichert.

Rennrad Ferien

Hinter der Leichtigkeit des Dahingleitens steckt natürlich (auch) Training. Kraft, Ausdauer, Körperbeherrschung und Willensstärke sind beim Rennradfahren und beim Rennradsport eng miteinander verbunden. Die richtige Ausrüstung, Vorbereitung, Training, das langsame Herantasten an die eigenen Möglichkeiten sind massgebend für Rennradtouren und Rennradferien, die Spass machen und Zufriedenheit vermitteln sollen.

 Nun kann man Rennradeln alleine geniessen oder in der Gruppe.

Abgesehen davon, dass man beim Windschattenfahren Kräfte sparen kann, bietet das Radfahren in der Gruppe Motivation für jeden Teilnehmer. Es fördert die Gemeinschaft und spornt die einzelnen an. Gemeinsam Passhöhen erklimmen, Pause machen, auf die Radlerkollegen warten, sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. Das ist das Besondere am Rennradfahren in der Gruppe.

Und wer nicht einem Verein beitreten möchte, um das Gruppenfeeling zu erleben?

In den letzten Jahren sind immer mehr unabhängige Rennrad-Treffs entstanden. Hier finden Jedermann-Rennfahrer, Lizenzfahrer und vereinslose Rennradfahrer eine zumeist kostenlose sportliche Heimat. Man lernt voneinander, kann sich austauschen und geht auch mal bei widrigen Verhältnissen trainieren, wo man alleine zu Hause geblieben wäre.

Wichtig: Auch das Fahren in der Gruppe muss geübt werden. Die Teilnehmer sollten sich einige Techniken (Handzeichen, Abstände) aneignen, um sich, die Partner und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Das Fahren in der Gruppe erfordert besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme.


Und in den Ferien?
Die wenigsten Familien können gleich eine Rennrad-Mannschaft bilden. Deshalb gibt es den organisierten Rennradurlaub. Die Veranstalter liefern die Sportskollegen gleich mit, im Idealfall wird aus einem Haufen Individualisten ein Team! Die Palette reicht vom klassischen Frühjahr-Trainingslager in Süditalien, Sardinien, Sizilien, Toskana, Südfrankreich, Provence, Mallorca, Lanzarote, Cran Canaria bis zu exklusiven Rennradtouren in Südafrika (Garden Route), Thailand, Australien, Neuseeland oder USA.


Rennrad Urlaub

Egal, wofür man sich entscheidet, individuelle Radreise oder organisiert in der Gruppe, unser Rennrad muss verkehrssicher sein.  Ein professioneller Winter- oder Frühjahrscheck durch einen Händler gehört mit dazu. Spezielles Augenmerk gilt Bremsen, Beleuchtung und Reifen. Die Mitnahme von ein wenig Flick- und Verbandszeug, Ersatzschlauch und Luftpumpe reichen in der Regel, denn viele Unterkünfte entlang der Radwege stellen heute das nötige Werkzeug für Pedalritter bereit.

Was das Packen bei individuellen Rennradtouren anbelangt: nicht alle Rennradfahrer wollen ihren Carbon-Esel mit Taschen voll hängen. Entweder bescheidet man sich mit dem kleinen 30 Liter-Rucksack oder dem sattelgestützten Gepäckträger.  Für mehrtägige und längere Touren ist ein tiefgelegter Einrad-Anhänger empfehlenswert. Diese haben eine Zuladung von bis zu 30 kg und bleiben dank ihres tiefen Schwerpunktes treu in der Spur. Was den Transport des oft teuren Rennrades im Flugzeug anbelangt, gibt es diverse Taschen bis hin zum fertigen Hartschalenkoffer.

Was Rennradfahrer angesichts der höheren Geschwindigkeit und der längeren Distanzen besonders beachten müssen, ist die richtige Verpflegung. Bei einem ordentlichen Tempo verbraucht der Körper im Schnitt 500-600 Kalorien pro Stunde. Neben zwei bis drei Litern Flüssigkeit muss man also auch leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen. Die hochgelobte Fettverbrennung muss man sich vorher antrainiert haben und auch dann setzt sie erst spät und bei hohen Belastungen ein.

Viel Spass allen Lance Armstrongs und Eddy Mercks!